Eine neue Studie der VISIONARY-Partner Kahsay Haile Zemo und Mette Termansen von der Universität Kopenhagen untersucht, wie sich Klimaskepsis auf die Wahrnehmung der Klimapolitik durch Landwirte und deren Bereitschaft zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen auswirkt. Die Studie basiert auf einer Befragung von 981 dänischen Landwirten und wurde in der Fachzeitschrift „Ecological Economics“ veröffentlicht.
Die Studie befasst sich mit der Einführung einer CO₂e-Steuer auf landwirtschaftliche Treibhausgasemissionen in Dänemark und untersucht, inwiefern die klimabezogenen Überzeugungen der Landwirte mit der Akzeptanz der Politik und entsprechenden Verhaltensreaktionen zusammenhängen. Die Ergebnisse zeigen, dass klimaskeptische Landwirte die negativen Auswirkungen der Steuer tendenziell überschätzen, der Maßnahme gegenüber widerstandsfähiger sind und weniger dazu neigen, sich an Klimainitiativen zu beteiligen oder Klimaschutzmaßnahmen zu ergreifen. Diese Muster sind bei Tierhaltern besonders ausgeprägt.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung klimabezogener Überzeugungen für die Konzeption und Umsetzung wirksamer klimapolitischer Maßnahmen im Agrarbereich. Den Autoren zufolge reichen Informationen und finanzielle Anreize allein möglicherweise nicht aus, um Widerstände zu überwinden, was die Bedeutung von vertrauensbildenden Maßnahmen und Beteiligungsansätzen unterstreicht.
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