Fallstudien: Klima

Funktionieren finanzpolitische Instrumente in der Landwirtschaft? Kohlenstoffmärkte und -steuern wurden von vielen EU-Mitgliedsstaaten eingesetzt, um den Ausstoß von Treibhausgasen in einigen Wirtschaftssektoren zu reduzieren, aber nie in der Landwirtschaft. Zwei Fallstudien, die in Italien und Dänemark durchgeführt wurden, untersuchen die Reaktion der Landwirte auf die Einführung dieser marktbasierten Instrumente in der Landwirtschaft und untersuchen die Verhaltensmechanismen, die eine solche Reaktion vermitteln. In den Fallstudien wird auch untersucht, inwieweit solche Instrumente in der Lage sind, die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft durch die Einführung innovativer Technologien und nachhaltigerer Produktionsverfahren durch die Landwirte zu verringern. Experimentelle ökonomische Ansätze werden verwendet, um die Verhaltensänderungen und Einstellungen der Landwirte zu untersuchen.

Veröffentlichungen

The Role of Behavioural Drivers for the Design of Economic Policy Interventions to Reduce Greenhouse Gas (GHG) Emissions From Agriculture
24. April 2026
This manuscript, prepared under Work Package 3 (WP3) of the VISIONARY project, contributes to the overarching aim of identifying policy levers that can support transitions towards sustainable farming and food systems in Europe. WP3 investigates how behavioural approaches and experimental methods can...
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This manuscript, prepared under Work Package 3 (WP3) of the VISIONARY project, contributes to the overarching aim of identifying policy levers that can support transitions towards sustainable farming and food systems in Europe. WP3 investigates how behavioural approaches and experimental methods can help design effective agri-environmental policy interventions to address three key transition challenges: climate neutrality, halting biodiversity loss, and improving water quality. In this context, the manuscript focuses on the role of behavioural drivers — cognitive, social, and dispositional factors that shape human decision-making — in determining farmers' responses to economic policy instruments designed to reduce greenhouse gas (GHG) emissions from agriculture.

The manuscript presents findings from two complementary experimental studies. The first study investigates Italian dairy farmers' preferences for alternative payment schemes aimed at incentivising the adoption of essential oil feed supplements to reduce enteric methane emissions. Using a lab-in-the-field experiment with 120 farmers in the Autonomous Province of Trento, it elicits willingness to accept Action-Based Payments (ABPs), Results-Based Payments (RBPs) framed either as an Agri-Environmental Climate Scheme or a voluntary carbon market, and Hybrid Payment (HP) designs combining both components. The second study examines Danish farmers' beliefs about the economic impacts of a CO2e tax on agriculture and tests whether providing expert information can reduce misperceptions and increase policy support. It draws on a randomised survey experiment with 981 farmers, conducted in the context of Denmark's actual CO2e tax proposals at both high (750 DKK/tonne) and low (125 DKK/tonne) stringency levels.

The results demonstrate that behavioural drivers are central mediators of farmers' acceptance of climate policy instruments. Italian dairy farmers show a general preference for ABPs over RBPs, driven by familiarity, certainty preference, and reduced complexity, though acceptance of innovative payment mechanisms improves substantially when pro-environmental attitudes are present, risk aversion is lower, and farmers have higher perceived behavioural control over the implementation of new practices, and when RBPs are introduced in hybrid formats alongside conventional subsidies. Notably, farmers' responses to hybrid schemes are more coherent when paired with an AECS framing than with a voluntary carbon market framing, suggesting that pure market mechanisms create additional psychological barriers. Danish farmers systematically and substantially overestimate the negative economic impacts of the CO2e tax — by a factor of up to three relative to expert estimates — and this perception gap represents a key driver of policy opposition. Expert information partially reduces these misperceptions and increases tax support, but the effect is heterogeneous: smaller farms and crop producers respond more readily, while larger farms and livestock producers exhibit limited belief revision, consistent with motivated reasoning. The study also finds that opposition to the carbon tax can paradoxically increase openness to an agricultural ETS scheme, pointing to a policy substitution effect with important implications for policy sequencing. Together, these findings highlight that achieving agricultural GHG reductions requires policy designs that account for behavioural realities, including uncertainty aversion, belief biases, and farmer heterogeneity, thereby contributing to VISIONARY's broader objective of identifying how policy design can facilitate sustainability transitions in diverse socio-ecological contexts.

The full report will be available soon.

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Verhaltensreaktionen auf alternative politische Instrumente zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen
4. November 2025
Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Task 3.2 „Transition of agri-environmental systems to climate-neutral food systems“ im Rahmen von WP3 „Agri-environmental policy experimentation“. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Akzeptanz europäischer Landwirtinnen und Landwirte gegenüber verpflichtenden...
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Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Task 3.2 „Transition of agri-environmental systems to climate-neutral food systems“ im Rahmen von WP3 „Agri-environmental policy experimentation“. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Akzeptanz europäischer Landwirtinnen und Landwirte gegenüber verpflichtenden Maßnahmen (wie einem Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft) sowie gegenüber freiwilligen Kohlenstoffmärkten zu untersuchen. Darüber hinaus werden weitere wirtschaftspolitische Instrumente betrachtet, darunter CO₂- bzw. CO₂e-Steuern und innovative Förderprogramme – wie ergebnisorientierte Zahlungen (Result-Based Payments, RBPs) und hybride Zahlungen (Hybrid Payments, HPs) –, die darauf abzielen, klimafreundliche landwirtschaftliche Praktiken zu fördern.

Außerdem verfolgt Task 3.2 das Ziel, zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß Verhaltensfaktoren die Akzeptanz solcher wirtschaftspolitischen Instrumente durch Landwirtinnen und Landwirte beeinflussen. Zur Erreichung dieser Ziele wurden zwei kontextualisierte Experimente mit insgesamt etwa 1.100 Landwirtinnen und Landwirten durchgeführt – eines in Italien und das andere in Dänemark.

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Prüfung von Gestaltungsprinzipien für kollektive Maßnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Wassernutzung
18. September 2025
Wassermanagement auf Landschaftsebene ist entscheidend, um die ökologischen und hydrologischen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft zu bewältigen. Da Landbesitz oft zersplittert ist, muss das Management über einzelne Betriebe hinausgehen und sich an den natürlichen Wassersystemen orientieren....
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Wassermanagement auf Landschaftsebene ist entscheidend, um die ökologischen und hydrologischen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft zu bewältigen. Da Landbesitz oft zersplittert ist, muss das Management über einzelne Betriebe hinausgehen und sich an den natürlichen Wassersystemen orientieren. Dafür ist eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie weiteren Akteuren erforderlich.

In dieser Studie (Meilenstein 9) wurden die Motive und Hindernisse für kollektives Handeln untersucht, um die Auswirkungen auf Wasserressourcen zu verringern. Dabei wurden Elinor Ostroms Gestaltungsprinzipien (Design Principles, DPs) als Werkzeug genutzt, um die Stabilität institutioneller Strukturen in drei Fällen zu bewerten: Bewässerungsmanagement in Spanien und Ungarn sowie ein einzugsgebietsbezogenes Stickstoffregulierungssystem in Dänemark.

Der spanische Fall zeigt eine starke Übereinstimmung mit den DPs, mit verschachtelten, nutzergetriebenen Organisationen und gesetzlich anerkannten kollektiven Rechten. Der ungarische Fall ist stark top-down gesteuert, es fehlt jedoch an Kapazität für komplexe und kollektive Wassermanagementmaßnahmen sowie an notwendiger Kooperation, Koordination und fachlicher Unterstützung von unten. Im dänischen Fall ist die Abweichung von den DPs groß, da nur wenige Akteure eingebunden sind und die Nutzer wenig Entscheidungsfreiheit haben.

Die Ergebnisse zeigen, wie der institutionelle Kontext und die Art der Governance die Legitimität und Effektivität des Wassermanagements beeinflussen. Ostroms Prinzipien liefern zwar einen wichtigen Referenzrahmen, geben aber nur begrenzte Einblicke in die Verhaltensfaktoren, die die Teilnahme von Landwirtinnen und Landwirten beeinflussen. Zukünftige Forschung sollte daher auch verhaltensbezogene Aspekte berücksichtigen, um den Erfolg oder Misserfolg kollektiver agrarökologischer Maßnahmen für eine nachhaltige Wassernutzung besser zu verstehen.

Unsere weitere Arbeit wird über die institutionelle Analyse hinausgehen und die verhaltensbezogenen Hebel und Hindernisse in kollektiven agrarökologischen Programmen untersuchen.

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Darstellung des Beitrags ausgewählter Fallstudien zu VISIONARY
20. Juli 2025
Dieser Bericht (Deliverable 2.2) baut auf dem ersten konzeptionellen und analytischen Rahmen des VISIONARY-Projekts auf. Er zeigt, wie die ausgewählten Fallstudien sich gegenseitig ergänzen, um die wichtigsten Ziele des Projekts zu erreichen. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit...
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Dieser Bericht (Deliverable 2.2) baut auf dem ersten konzeptionellen und analytischen Rahmen des VISIONARY-Projekts auf. Er zeigt, wie die ausgewählten Fallstudien sich gegenseitig ergänzen, um die wichtigsten Ziele des Projekts zu erreichen. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit kurz erklärt und der Ansatz beschrieben, der in den Fallstudien angewendet wurde.

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Visionary Projekt Flyer
29. November 2023
Alle wichtigen Fakten zu VISIONARY auf einen Blick. ...
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Alle wichtigen Fakten zu VISIONARY auf einen Blick.

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