In dem Bestreben, die Verbindungen zwischen den Akteuren der Agrar- und Ernährungswirtschaft in ganz Europa zu stärken, die Vernetzungsmöglichkeiten zu maximieren und die Wirkung der Forschung im Rahmen des VISIONARY-Projekts zu gewährleisten, war die Universität Aberdeen im September 2024 Gastgeberin des zweiten länderübergreifenden Besuchs. Dieser Stakeholder-Austausch brachte eine vielfältige Gruppe von Stakeholdern aus sechs europäischen Ländern – Spanien, Deutschland, Ungarn, Italien, Polen und dem Vereinigten Königreich – zusammen, die verschiedene Sektoren der Lebensmittel- und Landwirtschaftsindustrie repräsentierten, darunter lokale politische Entscheidungsträger, Erzeuger, Beratungsdienstleister, Zertifizierungsstellen, Nichtregierungsorganisationen für Lebensmittel und Landwirtschaft sowie Direktvertriebskanäle für Lebensmittel und Genossenschaften.

Während des zweitägigen Workshops im September 2024 nahmen die Teilnehmer an mehreren Betriebsbesuchen teil, um mehr über die nachhaltige Landwirtschaft in Schottland zu erfahren. Bei den Besichtigungen, die von Bauernhofbesitzern geleitet wurden, wurde betont, wie wichtig es ist, die Öffentlichkeit für eine nachhaltige Landwirtschaft und einen nachhaltigen Konsum zu sensibilisieren. Auch Herausforderungen wie das Wohlergehen der Landwirte oder die Notwendigkeit, die Ernährung von Kindern durch lokale ökologische Beschaffung in der Gemeinschaftsverpflegung an Schulen zu verbessern, wurden diskutiert.


Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops waren der internationale Wissensaustausch und strategische Diskussionen. Wie kann man die Nachhaltigkeit der kurzen Lebensmittelversorgungsketten (SFSCs) fördern? Diskutiert wurden Strategien für die Vermarktung, die Gewinnung von Verbrauchern und die logistische Effizienz der SFSC. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung der Direktvermarktung, des Aufbaus von Vertrauen zwischen Verbrauchern und Landwirten sowie der Aufklärung der Öffentlichkeit über den Wert von lokal erzeugten und ökologischen Lebensmitteln.

