Fallstudien: Klima

Funktionieren finanzpolitische Instrumente in der Landwirtschaft? Kohlenstoffmärkte und -steuern wurden von vielen EU-Mitgliedsstaaten eingesetzt, um den Ausstoß von Treibhausgasen in einigen Wirtschaftssektoren zu reduzieren, aber nie in der Landwirtschaft. Zwei Fallstudien, die in Italien und Dänemark durchgeführt wurden, untersuchen die Reaktion der Landwirte auf die Einführung dieser marktbasierten Instrumente in der Landwirtschaft und untersuchen die Verhaltensmechanismen, die eine solche Reaktion vermitteln. In den Fallstudien wird auch untersucht, inwieweit solche Instrumente in der Lage sind, die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft durch die Einführung innovativer Technologien und nachhaltigerer Produktionsverfahren durch die Landwirte zu verringern. Experimentelle ökonomische Ansätze werden verwendet, um die Verhaltensänderungen und Einstellungen der Landwirte zu untersuchen.

Veröffentlichungen

Behavioural response to alternative policy instruments to reduce greenhouse gas emissions
4. November 2025
Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Task 3.2 „Transition of agri-environmental systems to climate-neutral food systems“ im Rahmen von WP3 „Agri-environmental policy experimentation“. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Akzeptanz europäischer Landwirtinnen und Landwirte gegenüber verpflichtenden...
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Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Task 3.2 „Transition of agri-environmental systems to climate-neutral food systems“ im Rahmen von WP3 „Agri-environmental policy experimentation“. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Akzeptanz europäischer Landwirtinnen und Landwirte gegenüber verpflichtenden Maßnahmen (wie einem Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft) sowie gegenüber freiwilligen Kohlenstoffmärkten zu untersuchen. Darüber hinaus werden weitere wirtschaftspolitische Instrumente betrachtet, darunter CO₂- bzw. CO₂e-Steuern und innovative Förderprogramme – wie ergebnisorientierte Zahlungen (Result-Based Payments, RBPs) und hybride Zahlungen (Hybrid Payments, HPs) –, die darauf abzielen, klimafreundliche landwirtschaftliche Praktiken zu fördern.

Außerdem verfolgt Task 3.2 das Ziel, zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß Verhaltensfaktoren die Akzeptanz solcher wirtschaftspolitischen Instrumente durch Landwirtinnen und Landwirte beeinflussen. Zur Erreichung dieser Ziele wurden zwei kontextualisierte Experimente mit insgesamt etwa 1.100 Landwirtinnen und Landwirten durchgeführt – eines in Italien und das andere in Dänemark.

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Testing design principles of collective action schemes to enhance sustainability of water resource use
18. September 2025
Wassermanagement auf Landschaftsebene ist entscheidend, um die ökologischen und hydrologischen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft zu bewältigen. Da Landbesitz oft zersplittert ist, muss das Management über einzelne Betriebe hinausgehen und sich an den natürlichen Wassersystemen orientieren....
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Wassermanagement auf Landschaftsebene ist entscheidend, um die ökologischen und hydrologischen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft zu bewältigen. Da Landbesitz oft zersplittert ist, muss das Management über einzelne Betriebe hinausgehen und sich an den natürlichen Wassersystemen orientieren. Dafür ist eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie weiteren Akteuren erforderlich.

In dieser Studie (Meilenstein 9) wurden die Motive und Hindernisse für kollektives Handeln untersucht, um die Auswirkungen auf Wasserressourcen zu verringern. Dabei wurden Elinor Ostroms Gestaltungsprinzipien (Design Principles, DPs) als Werkzeug genutzt, um die Stabilität institutioneller Strukturen in drei Fällen zu bewerten: Bewässerungsmanagement in Spanien und Ungarn sowie ein einzugsgebietsbezogenes Stickstoffregulierungssystem in Dänemark.

Der spanische Fall zeigt eine starke Übereinstimmung mit den DPs, mit verschachtelten, nutzergetriebenen Organisationen und gesetzlich anerkannten kollektiven Rechten. Der ungarische Fall ist stark top-down gesteuert, es fehlt jedoch an Kapazität für komplexe und kollektive Wassermanagementmaßnahmen sowie an notwendiger Kooperation, Koordination und fachlicher Unterstützung von unten. Im dänischen Fall ist die Abweichung von den DPs groß, da nur wenige Akteure eingebunden sind und die Nutzer wenig Entscheidungsfreiheit haben.

Die Ergebnisse zeigen, wie der institutionelle Kontext und die Art der Governance die Legitimität und Effektivität des Wassermanagements beeinflussen. Ostroms Prinzipien liefern zwar einen wichtigen Referenzrahmen, geben aber nur begrenzte Einblicke in die Verhaltensfaktoren, die die Teilnahme von Landwirtinnen und Landwirten beeinflussen. Zukünftige Forschung sollte daher auch verhaltensbezogene Aspekte berücksichtigen, um den Erfolg oder Misserfolg kollektiver agrarökologischer Maßnahmen für eine nachhaltige Wassernutzung besser zu verstehen.

Unsere weitere Arbeit wird über die institutionelle Analyse hinausgehen und die verhaltensbezogenen Hebel und Hindernisse in kollektiven agrarökologischen Programmen untersuchen.

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Mapping the contribution of selected case studies to VISIONARY
20. Juli 2025
Dieser Bericht (Deliverable 2.2) baut auf dem ersten konzeptionellen und analytischen Rahmen des VISIONARY-Projekts auf. Er zeigt, wie die ausgewählten Fallstudien sich gegenseitig ergänzen, um die wichtigsten Ziele des Projekts zu erreichen. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit...
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Dieser Bericht (Deliverable 2.2) baut auf dem ersten konzeptionellen und analytischen Rahmen des VISIONARY-Projekts auf. Er zeigt, wie die ausgewählten Fallstudien sich gegenseitig ergänzen, um die wichtigsten Ziele des Projekts zu erreichen. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit kurz erklärt und der Ansatz beschrieben, der in den Fallstudien angewendet wurde.

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Visionary Projekt Flyer
29. November 2023
Alle wichtigen Fakten zu VISIONARY auf einen Blick. ...
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Alle wichtigen Fakten zu VISIONARY auf einen Blick.

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