Veröffentlichungen
Behavioural response to alternative policy instruments to reduce greenhouse gas emissions
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Dieser Bericht dokumentiert die Ergebnisse von Task 3.2 „Transition of agri-environmental systems to climate-neutral food systems“ im Rahmen von WP3 „Agri-environmental policy experimentation“. Ziel dieser Aufgabe ist es, die Akzeptanz europäischer Landwirtinnen und Landwirte gegenüber verpflichtenden Maßnahmen (wie einem Emissionshandelssystem für die Landwirtschaft) sowie gegenüber freiwilligen Kohlenstoffmärkten zu untersuchen. Darüber hinaus werden weitere wirtschaftspolitische Instrumente betrachtet, darunter CO₂- bzw. CO₂e-Steuern und innovative Förderprogramme – wie ergebnisorientierte Zahlungen (Result-Based Payments, RBPs) und hybride Zahlungen (Hybrid Payments, HPs) –, die darauf abzielen, klimafreundliche landwirtschaftliche Praktiken zu fördern.
Außerdem verfolgt Task 3.2 das Ziel, zu untersuchen, ob und in welchem Ausmaß Verhaltensfaktoren die Akzeptanz solcher wirtschaftspolitischen Instrumente durch Landwirtinnen und Landwirte beeinflussen. Zur Erreichung dieser Ziele wurden zwei kontextualisierte Experimente mit insgesamt etwa 1.100 Landwirtinnen und Landwirten durchgeführt – eines in Italien und das andere in Dänemark.
The potential of a governmental label for dark green agri-environmental measures
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Dieser Bericht wurde im Rahmen des Work Package 3 (WP3) des VISIONARY-Projekts erstellt und trägt dazu bei, politische Instrumente zu identifizieren, die den Übergang zu nachhaltiger Landwirtschaft und zu nachhaltigen Lebensmittelsystemen in Europa unterstützen können. WP3 untersucht, wie verhaltensbezogene Ansätze und experimentelle Methoden helfen können, wirksame agrar-umweltpolitische Maßnahmen zu entwickeln, um drei wichtige Herausforderungen anzugehen: Klimaneutralität, Stopp des Biodiversitätsverlusts und Verbesserung der Wasserqualität.
In diesem Zusammenhang konzentriert sich unsere Studie auf das Potenzial eines Kennzeichnungsrahmens für „dunkelgrüne“ agrar-umweltbezogene Klimamaßnahmen (AECM). Dieser könnte als politisches Instrument dienen, um Landwirtinnen und Landwirte zur Teilnahme zu motivieren und so den Übergang hin zu mehr Biodiversität zu unterstützen.
Promoting Balanced Growth of Organic Farming in the EU: Barriers, Drivers, and the Potential of future Public Procurement policy design
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Der Übergang zur ökologischen Landwirtschaft wird von einer Mischung aus miteinander verbundenen Hindernissen und Treibern beeinflusst. Eine Überprüfung bestehender Forschung, mentaler Modelle, Workshops und Interviews hob häufige Probleme hervor, wie etwa eine instabile Nachfrage, unzureichende Verarbeitungsinfrastruktur, mangelnde Beratungsangebote, Arbeitskräftemangel und uneinheitliche politische Rahmenbedingungen. Gleichzeitig wurden positive Faktoren wie der Austausch zwischen Landwirtinnen und Landwirten, Beratungsunterstützung, klare Aktionspläne, sektorübergreifende Zusammenarbeit und Öffentlichkeitskampagnen identifiziert. Diese Ergebnisse zeigen, dass der Übergang zur ökologischen Landwirtschaft nicht durch ein einzelnes Hindernis blockiert wird, sondern davon abhängt, wie gut das gesamte Agrar- und Ernährungssystem funktioniert und wie die verschiedenen Akteure – Landwirtinnen und Landwirte, Beraterinnen und Berater, Verarbeiter, Händler, Verbraucherinnen und Verbraucher sowie politische Entscheidungsträgerinnen und -träger – ihre Aktivitäten aufeinander abstimmen.
Testing design principles of collective action schemes to enhance sustainability of water resource use
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Wassermanagement auf Landschaftsebene ist entscheidend, um die ökologischen und hydrologischen Herausforderungen der europäischen Landwirtschaft zu bewältigen. Da Landbesitz oft zersplittert ist, muss das Management über einzelne Betriebe hinausgehen und sich an den natürlichen Wassersystemen orientieren. Dafür ist eine Zusammenarbeit zwischen Landwirtinnen und Landwirten sowie weiteren Akteuren erforderlich.
In dieser Studie (Meilenstein 9) wurden die Motive und Hindernisse für kollektives Handeln untersucht, um die Auswirkungen auf Wasserressourcen zu verringern. Dabei wurden Elinor Ostroms Gestaltungsprinzipien (Design Principles, DPs) als Werkzeug genutzt, um die Stabilität institutioneller Strukturen in drei Fällen zu bewerten: Bewässerungsmanagement in Spanien und Ungarn sowie ein einzugsgebietsbezogenes Stickstoffregulierungssystem in Dänemark.
Der spanische Fall zeigt eine starke Übereinstimmung mit den DPs, mit verschachtelten, nutzergetriebenen Organisationen und gesetzlich anerkannten kollektiven Rechten. Der ungarische Fall ist stark top-down gesteuert, es fehlt jedoch an Kapazität für komplexe und kollektive Wassermanagementmaßnahmen sowie an notwendiger Kooperation, Koordination und fachlicher Unterstützung von unten. Im dänischen Fall ist die Abweichung von den DPs groß, da nur wenige Akteure eingebunden sind und die Nutzer wenig Entscheidungsfreiheit haben.
Die Ergebnisse zeigen, wie der institutionelle Kontext und die Art der Governance die Legitimität und Effektivität des Wassermanagements beeinflussen. Ostroms Prinzipien liefern zwar einen wichtigen Referenzrahmen, geben aber nur begrenzte Einblicke in die Verhaltensfaktoren, die die Teilnahme von Landwirtinnen und Landwirten beeinflussen. Zukünftige Forschung sollte daher auch verhaltensbezogene Aspekte berücksichtigen, um den Erfolg oder Misserfolg kollektiver agrarökologischer Maßnahmen für eine nachhaltige Wassernutzung besser zu verstehen.
Unsere weitere Arbeit wird über die institutionelle Analyse hinausgehen und die verhaltensbezogenen Hebel und Hindernisse in kollektiven agrarökologischen Programmen untersuchen.
Agentengestützte Modellierung von Lebensmittelsystemen: Ein Überblick über die Einbeziehung von Erkenntnissen aus dem Verhalten
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In diesem Artikel geben wir einen Überblick über agentenbasierte Modelle (ABMs) in Lebensmittelsystemen, wobei wir uns darauf konzentrieren, wie verhaltensbezogene Erkenntnisse einbezogen werden. Der Artikel wurde in der Fachzeitschrift"Environmental Modelling & Software Journal" veröffentlicht und ist das Ergebnis des Projekts "Deliverable 5.3 - Review of food systems models and their behavioural assumptions". Wir stellen fest, dass es vielen Modellen an einer verhaltenswissenschaftlichen Begründung mangelt, und betonen die Notwendigkeit einer solideren Grundlage für verhaltenswissenschaftliche Annahmen.
Wir schlagen die folgenden vorläufigen Leitlinien vor, um die zukünftige Entwicklung von ABM in der Modellierung von Lebensmittelsystemen zu unterstützen:
- Rechtfertigung des Verhaltens. Verhaltensentscheidungen sollten durch Theorien oder Daten begründet werden. Z. B. durch Verwendung des MoHuB-Rahmens zur Ermittlung relevanter Verhaltenstheorien.
- Modellparsimonie. Die Modelle sollten so einfach wie möglich gehalten werden, indem man sich auf bestimmte Teile des Lebensmittelsystems konzentriert und den räumlichen Umfang auf das beschränkt, was zur Beantwortung der Forschungsfrage notwendig ist.
- Transparenz und Dokumentation. Zur Verbesserung der Transparenz, Reproduzierbarkeit und Vergleichbarkeit wird die Verwendung von standardisierten Protokollen, wie z. B. ODD + D, empfohlen.
Mapping the contribution of selected case studies to VISIONARY
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Dieser Bericht (Deliverable 2.2) baut auf dem ersten konzeptionellen und analytischen Rahmen des VISIONARY-Projekts auf. Er zeigt, wie die ausgewählten Fallstudien sich gegenseitig ergänzen, um die wichtigsten Ziele des Projekts zu erreichen. Außerdem werden die theoretischen Grundlagen unserer Arbeit kurz erklärt und der Ansatz beschrieben, der in den Fallstudien angewendet wurde.
Literature-based mapping of drivers for behaviour change in the food system
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Diese Studie (Deliverable 2.1) besteht aus einer systematischen Literaturübersicht, um herauszufinden, welche Faktoren Veränderungen im Verhalten von Akteuren im Lebensmittelsystem fördern oder blockieren. Ziel war es, einen Überblick über die wichtigsten Treiber für Verhaltensänderungen und deren Bedeutung für bestimmte Akteure und Wertschöpfungsketten zu geben.
Dazu wurde eine Umbrella Review durchgeführt, also eine Übersicht über systematische und strukturierte Literaturübersichten zu verhaltensbezogenen Aspekten der Nachhaltigkeitstransition in Lebensmittelsystemen. Die Ergebnisse führten zu einer systematischen Kartierung der Faktoren, die das Verhalten der Akteure beeinflussen (sogenannte 360° Reviews), sowie zu einer zusammenfassenden Darstellung der Empfehlungen aus den ausgewählten Übersichten.
Transdisciplinary policy mapping of barriers and interventions for food system sustainability
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Dieses Deliverable 6.1 fasst die Ergebnisse von zwei Aufgaben des VISIONARY-Projekts „Science-Policy Interfaces and Relationship Building“ zusammen, analysiert sie und stellt sie gegenüber. Die beiden Aufgaben „Policy and Regulatory Context Mapping“ und „Participatory Foresight Exercises“ liefen parallel und waren miteinander verknüpft.
Die Analyse verfolgt zwei Ziele: Erstens soll sie die Gestaltung der experimentellen Forschung unterstützen, die in den verschiedenen empirischen Aufgaben anderer VISIONARY-Arbeits-Pakete durchgeführt wird. Zweitens ermöglicht sie, relevante politische Lücken zu erkennen und zu diskutieren, die in den kommenden politischen Zyklen der EU und des Vereinigten Königreichs angegangen werden müssen.
Working paper on drivers and barriers in value chain initiatives for sustainable production and consumption
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Dieses Working Paper über Treiber und Barrieren in Wertschöpfungsketteninitiativen ist Teil des Meilensteins 15 des VISIONARY-Projekts. Es enthält eine Analyse der Faktoren, die Nachhaltigkeitsinnovationen in sieben Agrarinitiativen in sieben Partnerländern (Dänemark, Deutschland, Ungarn, Rumänien, Spanien, Polen und Großbritannien) fördern oder behindern.
Uptake of plant-based protein products - drivers and barriers
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This report presents the findings of a study conducted as part of the VISIONARY project, which explores the challenges and opportunities within European food legume value chains. The study focuses on identifying the barriers that limit the adoption of plant-based proteins, particularly legumes, in Denmark, Germany, Poland, and Spain. It also explores potential strategies and levers to boost the uptake of these products. The key findings highlight the obstacles to adoption and pinpoint leverage points that could drive greater acceptance of legumes in these countries.
Value Chain Analysis
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This report marks a significant step in our exploration of sustainable value chains through detailed case studies, focusing on value chain initiatives and business models. We examine individual case studies across seven partner countries: Denmark, Germany, Hungary, Romania, Spain, Poland, and the UK. Our analysis employs a practice-based approach to understanding how sustainability is integrated into these value chains. By studying real-world practices within organisations and across supply chains, we gain insights into the connections—both supportive and challenging—that impact sustainability efforts. This perspective sheds new light on the internal dynamics and broader implications of sustainable practices within value chains.
List of planned dissemination activities
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Work Package 1: Engagement, communication, dissemination and exploitation
Milestone 1
Visionary Projekt Flyer
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Alle wichtigen Fakten zu VISIONARY auf einen Blick.
Analytical Framework
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This Analytical Framework will steer the empirical research of the VISIONARY project, with regards to policy interventions, to novel value chain initiatives and business models, and to leverage points in the agri-food systems. The Analytical Framework adopts a novel approach combining two substantially different approaches: quantitative, experimental and behavioural economics on the one hand, and qualitative, comprehensive systems thinking approaches on the other.
SPI Foresight Workshops 2023
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Diese Veröffentlichung gibt einen Überblick über die 16 Foresight-Workshops, die in acht europäischen Ländern mit den Teilnehmern unserer Science Policy Interfaces (SPI) durchgeführt wurden - rund 270 Interessengruppen aus dem Lebensmittelsystem, darunter Landwirte, politische Entscheidungsträger, Wissenschaftler, Einzelhändler und NRO. Im Rahmen der Vorausschau wurden einige der drängendsten Probleme unserer Lebensmittelsysteme erörtert: die Wasserbewirtschaftung in der Landwirtschaft, die Zukunft von Bio-Lebensmitteln und -Landwirtschaft sowie die Förderung pflanzlicher Produkte entlang der Wertschöpfungskette.
Initial Conceptual Framework
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Dieser erste konzeptionelle Rahmen fasst die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen von VISIONARY zusammen und erklärt den systemischen Charakter des Lebensmittelsystems und seine Übergänge zur Nachhaltigkeit, die Rolle der Verhaltensfaktoren der Lebensmittelakteure bei der Konditionierung solcher Übergänge und die Interaktion zwischen Forschung und Politik zur Beschleunigung. Dieser erste Rahmen bildet die Grundlage für den "empirisch fundierten konzeptionellen Rahmen", der im Sommer 2025 veröffentlicht werden soll. Nach einem ersten Überblick über die Ansätze, die sich mit der Umstellung der Lebensmittelsysteme auf Nachhaltigkeit und ihrer Verhaltensdimension (insbesondere bei Landwirten und Verbrauchern) befassen, konzentriert sich das Dokument auf zwei Hauptbereiche: Verhaltensorientierte Lebensmittelpolitik" und "Nachhaltige Geschäftsmodelle". Schließlich vertieft das Dokument den transdisziplinären Ansatz des Projekts, der auf dem Konzept und der Umsetzung von Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Politik basiert.